Tätowierer Andy Engel bei „5 gegen Jauch“

Tätowierer Andy Engel aus Kitzingen war am Freitagabend zu Gast bei der RTL-Show „5 gegen Jauch“

Ja, er war’s. Der Typ, der weit mehr Tattoos auf dem Körper als Haare auf dem Kopf hat und der sich gestern Abend im Fernsehen an der Brust von Moderator Oli Pocher zu schaffen machte: Das war tatsächlich der Etwashäuser Tätowierer Andy Engel. RTL hatte ihn für die Sendung „5 gegen Jauch“ als Experten für fotorealistische und 3D Tätowierungen eingeladen. Und so präsentierte er den Kandidaten zur besten 20.15 Uhr-Sendezeit nicht nur die richtige Antwort auf eine Fachfrage, sondern verpasste Pocher obendrein noch ein 3D Tattoo – wenngleich das nur geklebt wurde.

Ein echtes Tattoo hätte in der kurzen Sendezeit nicht funktioniert. Und ob Andy überhaupt der Sinn danach gestanden wäre, noch mehr Zeit mit Oli Pocher zu verbringen? „Die ganzen ‚Stars‘ waren für mich eher Nebensache“, erzählt der Tätowierer. Dabei stand er neben Oli Pocher und Günther Jauch auch noch Jauchs Quiz-Gegnern in Person von Sylvie Meis, Birgit Schrowange, Ralf Möller, Alexander Klaws und Wolfgang Kubicki gegenüber. Doch ein Selfie mit Sylvie? Das ist etwas, auf das Andy Engel nicht wirklich brannte. Die Anfrage der RTL-Redaktion, die bei ihrer Suche nach einem Fotorealistic-Tätowierer immer wieder auf den Namen Andy Engel gestoßen ist, hat der 42-Jährige aus einem ganz anderen Grund angenommen.

Andy Engel, Tätowierer: „Verrückt, wie viele Menschen hinter den Kulissen umherwuselten.

Die Produktionsfirma von „5 gegen Jauch“ ist die gleiche, die auch „Stern TV“ produziert – und genau in dieser Sendung erhofft sich Andy Engel seit Jahren einen Auftritt. „Ich möchte dort unheimlich gern meine Brustwarzen-Rekonstruktion vorstellen“, sagt er. Als einer der weltbekanntesten ausgezeichneten Tätowierer für fotorealistische Portraits hat er sich 2008 erstmals der Herausforderung gestellt, Frauen nach einer Brustkrebs-Erkrankung eine neue Brustwarze zu schenken, indem er sie fotorealistisch in 3D- Optik nachbildet. Mittlerweile arbeitet er mit mehreren Kliniken zusammen, hat schon vielen Frauen zu einem neuen Selbstwertgefühl verholfen.

Nach seinem Besuch bei „5 gegen Jauch“ hofft Andy nun, bei RTL einen Fuß in der Tür zu haben. Das Gespräch mit den Verantwortlichen hat er bei der Aufzeichnung der Sendung auf jeden Fall gesucht, er hat Flyer hinterlassen und auch ein kurzer Plausch mit „Extra“-Moderatorin Birgit Schrowange war drin.

„Punkt 12“ hat bereits Interesse an einem Beitrag bekundet, doch möchte der Tätowierer das wichtige Thema nicht in einer Mittagsshow „verbraten“ sehen. „Mir geht es nicht um Werbung für mich“, sagt der Tätowierer, der über Monate hinweg ausgebucht ist, „sondern darum, Betroffene und Ärzte aufzuklären, dass bei der Rekonstruktion von Brustwarzen weit mehr möglich ist, als mancher Pfusch, der aktuell angeboten wird“.

Interessant und eine Erfahrung wert sei der Auftritt bei „5 gegen Jauch“ auf jeden Fall gewesen. „Öfters bräuchte ich solche Stars aber nicht“, ist Andy ehrlich. Im Vorfeld hatte er etliche Stunden damit zugebracht, das Klebe-Tattoo für Oli Pocher zu entwerfen. Augäpfel sollten es sein, die aus der Haut quillen, und die der Moderator auf beiden Brustwarzen haben wollte. Pocher sollte sie bei der Frage nach einem Schönheitstrend enthüllen.

Neben „HiFi-Frisuren“ und anderen abstrusen Vorschlägen tauchte dort als richtige Antwort dann auch das „3D-Tattoo“ auf, für das Andy in der Show auf der Haut seines Stammkunden Heiko Thierfelder dann auch ein Beispiel zeigte.

Am Tag der Aufzeichnung von „5 gegen Jauch“ ging’s früh um halb sechs aus dem Bett und ab nach Köln. Bei den Proben dann der erste Kontakt zu den Stars. Alle sehr professionell, Zeit für SmallTalk war kaum. „Der Ralf Möller war ein Netter!“, sagt Andy. Immerhin.

Die Show war eine Live-Aufzeichnung – sie wurde schon am 7. Oktober gedreht, in Echtzeit. Schon am nächsten Tag stand die nächste Folge auf dem Programm. Aufgeregt war Andy kein bisschen. Nach der Maske („Ich hab ein bisschen Puder bekommen, damit die Platte nicht so geglänzt hat“) konnten er und seine Freundin Corinna Gsell den Großteil der Show vom Backstage-Bereich aus verfolgen. „Verrückt, wie viele Menschen hinter den Kulissen umherwuselten. Und wie wichtig alle waren.“ Sein Auftritt ermöglichte Andy ein paar Sätze zu seiner Person und zu seiner Arbeit – seitdem hofft er, dass davon bei der Fernseh-Ausstrahlung auch nichts rausgeschnitten wird.

Bei der Aftershow-Party ließen sich weitere Kontakte knüpfen und nett plauschen – zum Beispiel mit einem Mitarbeiter aus Mario Barths Redaktionsteam. Und kaum hatte Andy sich versehen, da war es am Ende doch da: das typische Foto, Kopf an Kopf mit Günther Jauch.

(Quelle MAIN POST)

Hier der der Artikel auf mainpost.de

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